Der Ort Sababurg

Der kleine Ort Sababurg im Naturpark Reinhardswald liegt in der Nordspitze Hessens, im Dreiländereck mit Ostwestfalen und Südniedersachsen. Sababurg liegt auf dem Höhenrücken des Reinhardswaldes etwa auf halbem Weg zwischen Hann. Münden im Süden und Bad Karlshafen im Norden.

Der Naturpark Reinhardswald liegt im Erlebnisland Hessen, in den beiden Tourismusdestinationen Grimmheimat Nordhessen und Weserbergland sowie an den kultur-touristischen Reiserouten Deutsche Märchenstraße und Straße der Weserrenaissance.

Sababurg gehört heute zum Stadtteil Beberbeck der Stadt Hofgeismar im Landkreis Kassel.

Die kleine Ortschaft Sababurg beheimatet drei besonders geschichtsträchtige Orte: Schloss Sababurg, Tierpark Sababurg und das Naturschutzgebiet Urwald Sababurg.


Zappaborgck

Die erste urkundliche Erwähnung von Sababurg erfolgte 1334 im Rahmen der Gründung der “Zappaborgck“, eines kleinen steinernen Hauses mit Ringmauer.

Der Name Zappaborgck (Zapfenburg) beruht auf dem Felszapfen, einem Basaltkegel, auf dem das Gebäude vom Mainzer Erzbischof, dem damaligen Landesherrn, errichtet wurde.

Die kleine Zappaborgck diente als Schutz und Schirm der Pilger der Wallfahrtskirche im nahen Dorf Gottsbüren, wo sich im Jahr 1330 die Legende um das »Wunder von Gottsbüren im Reinhardswald« zugetragen hatte.

Im Jahr 1429 wechselte der Hauptteil des Reinhardswaldes vom Eigentum des Erzbistum Mainz zur Landgrafschaft Hessen. 1455 wird die Zappaborgck als wüst und unbewohnbar beschrieben.

Ab 1490 errichtet sich das Haus Hessen über dem mittelalterlichen Gewölbekeller des Vorgängerbaus ein fürstliches Jagdschloss. Es wird von Landesherr zu Landesherr weiter ausgebaut und prächtig ausgestattet. Äußerlich bewahrte es über die Jahrhunderte seinen Charakter als “festes Schloss” aus der Übergangszeit vom Mittelalter zur Renaissance.

Name und Schreibweise wandelten sich durch Lautverschiebung im Laufe der Jahrhunderte: Zappaborgck - Zappaburch - Sabbaburg - Sababurg.


Schloss Sababurg

Schloss Sababurg diente dem hessischen Fürstenhof neben der Jagd oft als letzte Reisestation von wichtigen Staatsgästen vorm Einzug in die damalige hessische Haupt- und Residenzstadt Kassel.

Vom Ende des 16. Jh. bis Ende des 18. Jh. stand Sababurg nicht nur als Name für die Gemarkung Sababurg bestehend aus Schloss, Tiergarten, Mühle und Ausspannwirtschaft, sondern auch für das Amt Sababurg, das weite Teile des Reinhardswaldes samt zahlreicher Wald- und Weserdörfer umfasste.

Mitte des 17. Jh. wurden nach einem Blitzeinschlag die gotischen Spitzhelme der beiden Rundtürme als gebauchte Welsche Hauben im Zeitgeschmack der Renaissance erneuert.

Der letzte Landgraf von Hessen-Kassel und nach Rangerhöhung erste Kurfürst von Hessen gab Schloss Sababurg Anfang des 19. Jh. als repräsentative Stätte auf. Die wertvolle Ausstattung wurde auf andere Standorte verteilt sowie schrittweise mehrere Schlossflügel abgebrochen.

Nachdem das Kurfürstentum Hessen 1866 vom Königreich Preußen annektiert worden war, beschleunigte sich der Niedergang und die Anlage wurde endgültig zur Schlossruine. Der Volksmund verklärte den versteckten Ort als “sagenumwoben”. Seit dieser Zeit sind die Sagen um die »Drei Riesentöchter Saba, Trendela und Brama« sowie die Sage von »Graf Reinhard und die Entstehung des Reinhardswaldes« stetig überliefert.


»Dornröschenschloss Sababurg«

Im Jahr 1957 wird die Schlossruine Sababurg von Familie Koseck zum »Dornröschenschloss Sababurg« wachgeküsst und zu einem Märchenschloss der Brüder Grimm geformt.

Über 60 Jahre war Schloss Sababurg geprägt von familiärer Gastfreundschaft und fürstlicher Gastlichkeit in Gastronomie und Hotel, historischer Gartenkultur und Rosenliebe im Lust- und Wurzgarten sowie Schauspiel und Musik im SabaBurgTheater.

»Dornröschen« wurde zu einer der beliebtesten Grimm’schen Märchenfiguren entwickelt und war z.B. die Initialgeschichte zur Gründung der Deutschen Märchenstraße.

Neuplanung & Umzug

Im Frühjahr 2018 wurde der Gastronomie-, Hotel- und Kulturbetrieb im Schloss Sababurg auf Wunsch des hessischen Finanzministers Dr. Thomas Schäfer eingestellt und das Schloss geräumt.

Informationen zu den Planungen und Angeboten des Landes Hessen:
www.schloss-sababurg.de


»Dornröschen«

»Dornröschen« und ihr Prinz haben sich an der Deutschen Märchenstraße und in der Grimmheimat Nordhessen ein neues Refugium gesucht: Schloss Höhnscheid zwischen Kassel und Korbach, an der Schnittstelle der Naturparke Habichtswald und Kellerwald-Edersee.

Information über »Dornröschens« neues Schloss:
www.dornroeschenschloss.de
www.schloss-hoehnscheid.de


Tierpark Sababurg

Am Fuß des Schlossbergs befindet sich der Tierpark Sababurg von 1571, eine des ältesten zoologischen Anlagen Europas. Auf 130 ha parkartiger Naturlandschaft ist er Heimat von rund 800 Tieren 80 verschiedener Arten. Er bietet einen Haustierbauernhof, Greifvogelschauen, einen Kinderzoo, Streicheltieranlagen, ein Museum sowie das ganze Jahr hindurch unterschiedliche Erlebnisangebote und Events: www.tierpark-sababurg.de


Urwald Sababurg

Zu Sababurg gehört auch Hessens erstes und Deutschlands ältestes Wald-Naturschutzgebiet, das bereits im Jahr 1907 unter Schutz gestellt wurde. Der 92 ha große Urwald Sababurg, ein ehemaliger Hutewald, ist ein Kleinod im Herzen des Reinhardswaldes. Seine alten Baumrecken sind berühmt, die Kamineiche muss man gesehen haben.

Der Ort Sababurg

Der kleine Ort Sababurg im Naturpark Reinhardswald liegt in der Nordspitze Hessens, im Dreiländereck mit Ostwestfalen und Südniedersachsen. Sababurg liegt auf dem Höhenrücken des Reinhardswaldes etwa auf halbem Weg zwischen Hann. Münden im Süden und Bad Karlshafen im Norden.

Der Naturpark Reinhardswald liegt im Erlebnisland Hessen, in den beiden Tourismusdestinationen Grimmheimat Nordhessen und Weserbergland sowie an den kultur-touristischen Reiserouten Deutsche Märchenstraße und Straße der Weserrenaissance.

Sababurg gehört heute zum Stadtteil Beberbeck der Stadt Hofgeismar im Landkreis Kassel.

Die kleine Ortschaft Sababurg beheimatet drei besonders geschichtsträchtige Orte: Schloss Sababurg, Tierpark Sababurg und das Naturschutzgebiet Urwald Sababurg.


Zappaborgck

Die erste urkundliche Erwähnung von Sababurg erfolgte 1334 im Rahmen der Gründung der “Zappaborgck“, eines kleinen steinernen Hauses mit Ringmauer.

Der Name Zappaborgck (Zapfenburg) beruht auf dem Felszapfen, einem Basaltkegel, auf dem das Gebäude vom Mainzer Erzbischof, dem damaligen Landesherrn, errichtet wurde.

Die kleine Zappaborgck diente als Schutz und Schirm der Pilger der Wallfahrtskirche im nahen Dorf Gottsbüren, wo sich im Jahr 1330 die Legende um das »Wunder von Gottsbüren im Reinhardswald« zugetragen hatte.

Im Jahr 1429 wechselte der Hauptteil des Reinhardswaldes vom Eigentum des Erzbistum Mainz zur Landgrafschaft Hessen. 1455 wird die Zappaborgck als wüst und unbewohnbar beschrieben.

Ab 1490 errichtet sich das Haus Hessen über dem mittelalterlichen Gewölbekeller des Vorgängerbaus ein fürstliches Jagdschloss. Es wird von Landesherr zu Landesherr weiter ausgebaut und prächtig ausgestattet. Äußerlich bewahrte es über die Jahrhunderte seinen Charakter als “festes Schloss” aus der Übergangszeit vom Mittelalter zur Renaissance.

Name und Schreibweise wandelten sich durch Lautverschiebung im Laufe der Jahrhunderte: Zappaborgck - Zappaburch - Sabbaburg - Sababurg.


Schloss Sababurg

Schloss Sababurg diente dem hessischen Fürstenhof neben der Jagd oft als letzte Reisestation von wichtigen Staatsgästen vorm Einzug in die damalige hessische Haupt- und Residenzstadt Kassel.

Vom Ende des 16. Jh. bis Ende des 18. Jh. stand Sababurg nicht nur als Name für die Gemarkung Sababurg bestehend aus Schloss, Tiergarten, Mühle und Ausspannwirtschaft, sondern auch für das Amt Sababurg, das weite Teile des Reinhardswaldes samt zahlreicher Wald- und Weserdörfer umfasste.

Mitte des 17. Jh. wurden nach einem Blitzeinschlag die gotischen Spitzhelme der beiden Rundtürme als gebauchte Welsche Hauben im Zeitgeschmack der Renaissance erneuert.

Der letzte Landgraf von Hessen-Kassel und nach Rangerhöhung erste Kurfürst von Hessen gab Schloss Sababurg Anfang des 19. Jh. als repräsentative Stätte auf. Die wertvolle Ausstattung wurde auf andere Standorte verteilt sowie schrittweise mehrere Schlossflügel abgebrochen.

Nachdem das Kurfürstentum Hessen 1866 vom Königreich Preußen annektiert worden war, beschleunigte sich der Niedergang und die Anlage wurde endgültig zur Schlossruine. Der Volksmund verklärte den versteckten Ort als “sagenumwoben”. Seit dieser Zeit sind die Sagen um die »Drei Riesentöchter Saba, Trendela und Brama« sowie die Sage von »Graf Reinhard und die Entstehung des Reinhardswaldes« stetig überliefert.


»Dornröschenschloss Sababurg«

Im Jahr 1957 wird die Schlossruine Sababurg von Familie Koseck zum »Dornröschenschloss Sababurg« wachgeküsst und zu einem Märchenschloss der Brüder Grimm geformt.

Über 60 Jahre war Schloss Sababurg geprägt von familiärer Gastfreundschaft und fürstlicher Gastlichkeit in Gastronomie und Hotel, historischer Gartenkultur und Rosenliebe im Lust- und Wurzgarten sowie Schauspiel und Musik im SabaBurgTheater.

»Dornröschen« wurde zu einer der beliebtesten Grimm’schen Märchenfiguren entwickelt und war z.B. die Initialgeschichte zur Gründung der Deutschen Märchenstraße.

Neuplanung & Umzug

Im Frühjahr 2018 wurde der Gastronomie-, Hotel- und Kulturbetrieb im Schloss Sababurg auf Wunsch des hessischen Finanzministers Dr. Thomas Schäfer eingestellt und das Schloss geräumt.

Informationen zu den Planungen und Angeboten des Landes Hessen:
www.schloss-sababurg.de


»Dornröschen«

»Dornröschen« und ihr Prinz haben sich an der Deutschen Märchenstraße und in der Grimmheimat Nordhessen ein neues Refugium gesucht: Schloss Höhnscheid zwischen Kassel und Korbach, an der Schnittstelle der Naturparke Habichtswald und Kellerwald-Edersee.

Information über »Dornröschens« neues Schloss:
www.dornroeschenschloss.de
www.schloss-hoehnscheid.de


Tierpark Sababurg

Am Fuß des Schlossbergs befindet sich der Tierpark Sababurg von 1571, eine des ältesten zoologischen Anlagen Europas. Auf 130 ha parkartiger Naturlandschaft ist er Heimat von rund 800 Tieren 80 verschiedener Arten. Er bietet einen Haustierbauernhof, Greifvogelschauen, einen Kinderzoo, Streicheltieranlagen, ein Museum sowie das ganze Jahr hindurch unterschiedliche Erlebnisangebote und Events: www.tierpark-sababurg.de


Urwald Sababurg

Zu Sababurg gehört auch Hessens erstes und Deutschlands ältestes Wald-Naturschutzgebiet, das bereits im Jahr 1907 unter Schutz gestellt wurde. Der 92 ha große Urwald Sababurg, ein ehemaliger Hutewald, ist ein Kleinod im Herzen des Reinhardswaldes. Seine alten Baumrecken sind berühmt, die Kamineiche muss man gesehen haben.